11. September 2026
Unternehmen

Henkel-Chef Knobel: Neue Ideen für den Standort Deutschland

Henkel-CEO Knobel äußert sich positiv über die Gründungskultur in Deutschland. Er ist überzeugt, dass Fritz Henkel heute hier gründen würde. Innovatives Denken ist gefragt.

vonJonas Schneider8. August 20262 Min Lesezeit

In einem jüngsten Interview sprach Henkel-CEO Harlan Knobel über die Bedeutung des Standorts Deutschland für das Unternehmen und die Innovationskraft, die aus dieser Region hervorgeht. Er betonte, dass Fritz Henkel, der 1876 die Unternehmensgeschichte in einer kleinen Waschküche in Düsseldorf begann, auch heute einen idealen Nährboden für seine Gründungsideen vorfinden würde. Knobel sieht eine klare Verbindung zwischen der Historie und der heutigen Unternehmensphilosophie, die auf Innovation und Nachhaltigkeit setzt.

Knobel erläuterte, dass die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung, den Unternehmergeist neu entfachen. In Deutschland gibt es eine starke Investitionslandschaft, förderliche Rahmenbedingungen und eine Bevölkerung, die technologische Entwicklungen schätzt und bereit ist, neue Produkte zu akzeptieren. Dieser Enthusiasmus, gepaart mit einer soliden Infrastruktur, ist laut Knobel entscheidend für eine Kultur, die Innovationen fördert.

Ein zentraler Aspekt, den Knobel hervorhob, ist die Notwendigkeit, neue Ideen in bestehende Geschäftsmodelle zu integrieren. "Die Zeiten ändern sich, und wir müssen darauf reagieren", so der Henkel-Chef. Die Verbraucher verlangen nach nachhaltigen Produkten, und Unternehmen sind gefordert, sich diesen Erwartungen anzupassen. Henkel verfolgt daher einen klaren Kurs, der sowohl umweltfreundliche Produkte als auch nachhaltige Produktionsmethoden umfasst.

Der CEO sieht Deutschland als Vorreiter im Bereich von Green Technologies und digitaler Transformation. Dies fordert Unternehmen heraus, sich ständig weiterzuentwickeln. Knobel betonte, dass es notwendig sei, Talente zu fördern und die nächste Generation von Führungskräften auszubilden, um diese Veränderungen erfolgreich umzusetzen. "Wir müssen die besten Köpfe gewinnen und ihnen die Freiheit geben, zu experimentieren und innovativ zu sein", sagte er.

Ein weiterer Punkt, den Knobel ansprach, ist die Kooperation zwischen Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen. Durch solche Partnerschaften könne die Forschung und Entwicklung in Deutschland gestärkt werden. Er glaubt, dass durch diesen Austausch nicht nur neue Produkte, sondern auch neue Geschäftsfelder erschlossen werden können, die der Gesellschaft zugutekommen.

Henkel selbst hat in den letzten Jahren verstärkt in Forschungs- und Entwicklungszentren in Deutschland investiert. Diese Investitionen sind Teil einer umfassenden Strategie, die darauf abzielt, die Innovationskraft des Unternehmens zu steigern und Marktanteile zu gewinnen. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, bis 2030 seine CO2-Emissionen erheblich zu reduzieren, und sieht in der Entwicklung neuer Produkte und Lösungen eine Schlüsselrolle.

Knobel bezeichnete die Innovationsschmiede Henkel als einen Ort, an dem Tradition und moderne Ansätze zusammenkommen. Der Blick auf die Geschichte des Unternehmens treibt ihn an, moderne Strategien zu entwickeln, die das Erbe von Fritz Henkel respektieren und gleichzeitig neue Wege gehen.

Zudem erwähnte Knobel die Bedeutung von Diversität und Inklusion im Unternehmen. Er ist der Überzeugung, dass ein diverses Team nicht nur kreativer ist, sondern auch besser in der Lage, die Bedürfnisse einer breiten Kundenbasis zu verstehen. Dies sei für die Innovationskraft von Henkel entscheidend.

Insgesamt lässt sich aus den Äußerungen von Knobel herauslesen, dass Henkel eine klare Vision für die Zukunft hat. Die Herausforderungen, die vor uns liegen, werden als Chancen betrachtet. Knobel sieht Deutschland als einen optimalen Standort für Unternehmen, die bereit sind, ihre Prozesse zu überdenken und neue Wege zu gehen. Fritz Henkel selbst würde vermutlich heute, inspiriert von den Möglichkeiten dieser modernen Welt, erneut in Deutschland gründen. Damit dürfte er nicht nur den unternehmerischen Geist von damals aufrechterhalten, sondern auch neue Impulse für die Zukunft setzen.

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